KI-gestützte Analyse macht über 10 % grenzüberschreitende Warenbewegungen im Dental-Fachhandel steuerbar

Branche: Dentalindustrie (zahnärztliches Equipment & Zubehör)
Unternehmensgröße: ca. 1.500 Mitarbeitende, >300 Mio. € Umsatz
Region: Europa
Zielsetzung: Faktenbasierte Transparenz über grenzüberschreitende Waren- und Wertbewegungen im indirekten Fachhandelsvertrieb zur Stabilisierung von Margen, Provisionen und Vertriebssteuerung

Ergebnisse auf einen Blick
≈95 % Transparenzgrad über Waren- und Wertströme im Zubehör- und Verbrauchsmaterialsegment
>10 % der Warenbewegungen als grenzüberschreitend identifiziert, insbesondere in margenrelevanten Produktkategorien
Deutlich reduzierte Vertriebs- und Fachhandelskonflikte sowie verbesserte Grundlage für margenwirksame Steuerungsmaßnahmen (qualitativ belegt)

1. Ausgangssituation
Der Hersteller vertreibt sein Portfolio europaweit überwiegend über den Dental-Fachhandel. Die Landesgesellschaften verantworten Pricing, Außendienststeuerung und Marktperformance in ihren jeweiligen Ländern.
– Indirektes Vertriebsmodell mit hoher Abhängigkeit vom Fachhandel
– Stark unterschiedliche nationale Preisniveaus innerhalb Europas
– Zubehör- und Verbrauchsmaterialien als margenstarker, wiederkehrender Umsatztreiber

2. Problem / Herausforderung
Grenzüberschreitende Warenbewegungen führten zu strukturellen Verzerrungen – ohne belastbare, konzernweit konsistente Datengrundlage.
Ursache Effekt Risiko
– Ursache: Unterschiedliche Preisniveaus zwischen europäischen Märkten sowie hohe Markttransparenz über Preisportale
Effekt: Verlagerung von Waren aus Niedrigpreismärkten in Hochpreismärkte

Rechtlich war das Cross-Border-Geschäft innerhalb der EU zulässig – operativ jedoch ohne Transparenz nicht steuerbar.

3. Lösung / Vorgehen

Ziel war eine verlässliche, faktenbasierte Transparenz der tatsächlichen Produkt- und Wertströme – ohne Eingriff in operative Vertriebs- oder Pricing-Entscheidungen.
Ansatz: KI-gestützte Analyse als skalierbares und kosteneffizientes Transparenz- und Reporting-Instrument.


Vorgehen

– Datenaggregation
Interne Lieferdaten an den Fachhandel
Externe Abverkaufs- und Rechnungsdaten aus einer repräsentativen Praxisstichprobe
Ergänzende Probekäufe und Validierungsmaßnahmen

KI-gestützte Mustererkennung
Normalisierung heterogener Datenformate über Länder, Händler und Produktgruppen hinweg
Identifikation von Waren- und Wertströmen zwischen Ursprungs- und Zielmärkten

Reporting & Governance
Aufbau einer einheitlichen Reporting-Logik
Dashboards für Management, Landesgesellschaften und Vertrieb

Rolle der KI
Unterstützung bei Datenaggregation, Skalierung und Mustererkennung
Keine automatisierten Preis-, Vertriebs- oder Managemententscheidungen
Fachliche Bewertung und Maßnahmenableitung verbleiben vollständig beim Menschen

4. Mehrwert der KI gegenüber klassischen Analyseansätzen

Klassische BI- oder Analyse-Teams hätten monatelange, kostenintensive Konsolidierungsarbeit erfordert
Hohe Datenfragmentierung über Länder und Händler hinweg
KI ermöglichte:
1. Schnelle Skalierung über große Datenmengen
2. Einheitliche Logik über alle Märkte
3. Deutlich geringere Projekt- und Betriebskosten
Ergebnis: Hohe Transparenz in kurzer Zeit bei klar besserer Kosteneffizienz.


5. Ergebnisse & Einordnung
≈95 % Transparenzgrad bei einer Ungenauigkeit von <5 %
>10 % Cross-Border-Quote, insbesondere bei margenstarken Wartungs- und Verbrauchsmaterialien
Belastbare Grundlage für strukturierte Gespräche mit Fachhandelspartnern in Hochpreismärkten
Absehbare Margenverbesserung, da Preis-, Provisions- und Partnermodelle faktenbasiert adressiert werden konnten

„Zum ersten Mal hatten wir belastbare Fakten statt Annahmen. Die Transparenz über reale Warenbewegungen
hat unsere internen Diskussionen und die Gespräche mit dem Fachhandel grundlegend verändert."
Managementebene
anonymisiert

KI-gestützte Transparenz für komplexe, indirekte Vertriebsmodelle
im regulierten B2B-Umfeld.
Erfahre, wie datenbasierte Analysen helfen, europäische Preis-,
Vertriebs- und Margenlogiken faktenbasiert zu steuern.